Alle Ihre Fragen zu PFAS – hier finden Sie die Antworten
Die Diskussion um PFAS-freie (per- und polyfluoralkylierte) Materialien wirft oft mehr Fragen auf, als sie Antworten liefert. In unserem aktuellen Live-Webinar erläutern die Greene Tweed-Experten Dr. Bret Neese und Ralph Chiaravolloti, wie sie nicht fluorierte Tensidpolymere (NFS) einsetzen, um PFAS-freie Produkte zu entwickeln, die in rauen Industrieumgebungen eine bessere Leistung erbringen und eine längere Lebensdauer aufweisen als die Konkurrenz. Entdecken Sie den Ansatz von Greene Tweed in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Produktdiversifizierung und Portfolioinnovation.
Dasvollständige Webinar können Siehier ansehen, aber zunächst einmal hier ein kleiner Vorgeschmack auf die kniffligsten Fragen zum Thema PFAS, die unsere Kunden stellen:

1. Was sind PFAS und warum sind sie für Hochleistungsanwendungen in rauen Umgebungen so wichtig?
Die Stärke der Kohlenstoff-Fluor-Bindung, einer der stärksten Bindungen in der organischen Chemie, verleiht PFAS-Materialien ihre unvergleichliche Langlebigkeit und Stabilität. So werden Fluorpolymere wie Chemraz® und Fusion® von Greene Tweed beispielsweise häufig in Dichtungslösungen und Bauteilen eingesetzt, bei denen ein Versagen nicht in Frage kommt, da sie extremen Temperaturen und aggressiven Chemikalien standhalten.
Obwohl der Ersatz von Fluorpolymeren in kritischen Anwendungen eine Herausforderung darstellt, nutzt Greene Tweed sein Know-how in der Materialwissenschaft, um innovative, PFAS-freie Lösungen zu entwickeln.
2. Sind alle PFAS-Materialien gleich?
Nein. PFAS ist eine breite Klasse von Chemikalien mit vielfältigen Eigenschaften und Anwendungsbereichen. Fluorpolymere, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Greene Tweeds Chemraz® und Fusion® zum Einsatz kommen, gelten als Polymere mit geringem Risikopotenzial. Ihr hohes Molekulargewicht und ihre stabile, langkettige Struktur verhindern eine Aufnahme in den Organismus und eine Anreicherung im Körper, sodass sie nur ein minimales Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen.

3. Wie geht Greene Tweed bei der Entwicklung PFAS-freier Materialien vor?
Greene Tweed verfolgt eine proaktive, vielschichtige Strategie zur Entwicklung der nächsten Materialgeneration. Vor allem verzichtet Greene Tweed bei der Herstellung auf die Polymerisation von Fluorpolymeren und den Einsatz von fluorierten Tensiden. Wir arbeiten mit unseren Lieferanten zusammen, um auf nicht fluorierte Tenside (NFS) umzustellen, und nutzen fortschrittliche Formulierungstechniken, um spezialisierte Compounds zu entwickeln.
DIESER ANSATZ UMFASST:
- Entwicklung von PFAS-freien Elastomeren und Thermoplasten: Greene Tweed nutzt sein Know-how in der Formulierungswissenschaft, um fortschrittliche PFAS-freie Werkstoffe zu entwickeln. So werden beispielsweise Elastomere für Anwendungen bis zu 180 °C (356 °F) und thermoplastische Verbundwerkstoffe für Temperaturen bis zu 301 °C (575 °F) mit verbesserten tribologischen und chemischen Beständigkeitseigenschaften entwickelt.
- Sicherung einer zuverlässigen NFS-Lieferkette: Greene Tweed arbeitet mit Fluorpolymerherstellern zusammen, um Materialien auf Basis nicht fluorierter Tenside (NFS) zu testen und weiterzuentwickeln. Das Fusion® F07 ist ein Beispiel für ein Produkt von Greene Tweed, das auf einer NFS-Polymerbasis basiert und dabei seine Leistungsfähigkeit beibehält.
- Zusammenarbeit mit Kunden: Greene Tweed arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen, um konkrete Anwendungsfälle zu ermitteln und zu prüfen, in denen PFAS-freie Materialien effektiv eingesetzt werden können. So wird sichergestellt, dass die Materialien für den praktischen Einsatz optimiert sind.

4. Bedeutet die Verwendung PFAS-freier Materialien, dass man Abstriche bei der Leistung machen muss?
Nein. Viele gehen davon aus, dass die Verwendung von Materialien, die keine herkömmlichen Fluorpolymere sind, eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit sich bringt, doch Greene Tweed beweist, dass dieser Übergang ohne Leistungseinbußen möglich ist.
Das Unternehmen nutzt modernste Formulierungswissenschaft und technisches Know-how, um PFAS-freie Elastomere und Thermoplaste zu entwickeln, die in bestimmten Anwendungsbereichen die Leistungsstandards erfüllen oder sogar übertreffen.
So hat Greene Tweed beispielsweise vielversprechende Ergebnisse bei der Entwicklung von NFS-Materialien für Halbleiteranwendungen erzielt, wobei die Verbundwerkstoffe eine hervorragende Druckverformungsrest, Plasmabeständigkeit und Beibehaltung der physikalischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen aufweisen. Ebenso haben PFAS-freie thermoplastische Verbundwerkstoffe wie vernetztes PEEK im Vergleich zu herkömmlichen PFAS-basierten Materialien eine überlegene tribologische Leistung und chemische Beständigkeit gezeigt.
5. Rechnet Greene Tweed mit einer Verknappung von FFKM oder anderen PFAS-basierten Polymeren?
Nein, Greene Tweed rechnet nicht mit einer unmittelbaren Verknappung von FFKM oder anderen PFAS-basierten Polymeren. Als weltweit tätiges Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten und als einer der größten Abnehmer von FFKM auf dem freien Markt verfügt Greene Tweed über eine vielfältige und widerstandsfähige Lieferkette.
Unsere strategische Weitsicht umfasst sowohl die Sicherung der aktuellen Materialversorgung als auch die konsequente Weiterentwicklung unseres Portfolios an PFAS-freien Lösungen, um künftige Risiken zu minimieren und unseren Kunden einen ununterbrochenen Fluss innovativer, leistungsstarker Produkte zu gewährleisten.
Stellen Sie uns auf die Probe
Wir laden führende Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Luft- und Raumfahrt, Energie, chemische Verarbeitung und Biowissenschaften ein, uns mit ihren anspruchsvollsten Anforderungen herauszufordern. Gemeinsam können wir die nächste Generation leistungsstarker, PFAS-freier Lösungen entwickeln, die neue Maßstäbe in Sachen Leistung, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit setzen.
Das könnte Ihnen auch gefallen:
PFAS-freie Dichtungen, die das derzeitige FKM in puncto Sauberkeit übertreffen könnten
